Presse

mdr, "Hier ab Vier" am 17.04.2012

Am 17.4.12 bei "Hier ab Vier" im mdr.

Weimar setzt auf Gute Nachbarn

Quelle: mdr Mediathek

 

Pressemitteilung Bürgerstiftung Weimar (8.3.2012)

„Nachbarschaftshilfe für Senioren“ sucht weiter

(Weimar) Die Bürgerstiftung sucht für das Projekt „Weimars Gute Nachbarn“ weiterhin interessierte Bürger und Bürgerinnen, die als Seniorenbegleiter Zeit und Muße spenden möchten, um ältere Menschen, die von Einsamkeit bedroht sind, zu unterstützen.

Auch Senioren, bevorzugt aus Weimar West, die sich Gesellschaft und Begleitung im Alltag wünschen, sind herzlich willkommen.

Nach Abschluss des kommenden Fortbildungstermins für Seniorenbegleiter am 17. März im Mehrgenerationenhaus Weimar-West freuen sich die ersten Absolventen auf einen Partner-Senior. Das Team freut sich über Verstärkung.

Interessenten melden sich bitte bei der Bürgerstiftung Weimar, „Weimars Gute Nachbarn“, Teichgasse 12a, 99423 Weimar, Tel. 03643-80 82 47 oder per Mail.

 

Thüringische Landeszeitung vom 16.02.2012

 

 

Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung Online vom 15.02.2012

Die Jurorin Marie-Luise Stoll-Steffan (links) im angeregten Gespräch mit Doris Kehr (Mitte) und Doris Elfert am Stand der Bürgerstiftung Weimar zur Präsentation bei der Herbert-Quandt-Stifutng in Berlin. Foto: Roman Weigand

Zweiter Ideenwettbewerb in Berlin mit Bürgerstiftung Weimar

Die Bürgerstiftung Weimar stellt der Jury des Ideenwettbewerbes ihr Projekt "Weimars gute Nachbarn" vor, in dem man Junge und Alte zusammenbringen will.

Berlin. Mit Spannung waren sie nach Berlin gereist. Weimars Bürgerstiftung befindet sich unter den zehn Stiftungen, die am zweiten Ideenwettbewerb der Herbert-Quandt-Stiftung und der Initiative Bürgerstiftungen teilnahmen. Zum Abschluss der Runde präsentierten sie sich in Berlin der Jury. Diese hatte im Anschluss über die besten drei Projekte und insgesamt 30.000 Euro Preisgeld zu entscheiden. Seit Sommer 2011 arbeiten die Bürgerstiftungen an Projekten zum Thema "Brücken bauen zwischen sozialen Milieus". Sie sollten neue Wege finden, den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort zu stärken.  

Wie mag es sich wohl anfühlen, wenn man vor über 30 Jahren eine Wohnung im Plattenbau von Weimar-West ergattert hat, glücklich über den Komfort und die Nähe zu Freunden und Bekannten. Heute aber ist man älter geworden, die Kinder sind aus dem Haus, auch Freunde oder Lebenspartner sind nicht mehr da. 

Die Situation, die Doris Elfert, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Weimar, und Sozialarbeiterin Doris Kehr von der GWG Weimar schilderten, betrifft viele Menschen. Doch, so berichten die Verantwortlichen für das Projekt "Weimars gute Nachbarn", es gebe auch die andere Seite: Menschen, die jünger sind und Älteren gerne helfen wollen, aber nicht wissen, wie und wo. "Wir wollen Jung und Alt zusammenbringen, aber auch für entsprechende Qualifikationen sorgen und in Versicherungsfragen beraten", erläutert Elfert das Anliegen des Projekts. Erste Erfolge haben die Initiatoren schon vorzuweisen. Sechs ehrenamtliche Nachbarschaftshelfer konnten gewonnen werden, eine erste Fortbildung wurde durchgeführt. Auch Gespräche mit Senioren fanden statt.  

Ob die Bürgerstiftung Weimar unter den Preisträgern ist, wird am 22. März öffentlich. Dann wird bekanntgegeben, wer vom Bundespräsidenten die drei Preise erhält. "Schon jetzt sind alle Teilnehmer Gewinner", sagt Dr. Roland Löffler, Leiter des Themenfeldes Bürger und Gesellschaft der Herbert-Quandt-Stiftung. Nicht nur wegen des Startgeldes in Höhe von 5000 Euro, das jede Stiftung zu Beginn des Wettbewerbs erhielt  

 

Thüringische Landeszeitung vom 06.01.2012

Thüringer Allgemeine vom 24.11.2011

Gute Zuhörer gesucht 

Die Bürgerstiftung Weimar legt ein Modellprojekt zur Nachbarschaftshilfe für ältere Mitbüger auf. Pilotvorhaben beginnt zunächst in Weimar-West. Informationsveranstaltung im Dezember.

von Carmen Knoth

Weimar. Großeltern für junge Familien hat die Bürgerstiftung bereits gesucht. Jetzt dreht sie den Spieß um und sucht "Gute Nachbarn" für ältere Mitbürger. Das gleichnamige Pilotprojekt will zunächst in Weimar-West Isolation und Einsamkeit im Alter mildern. Denn viele Menschen ziehen sich zurück, wenn Verwandte weggezogen und Freunde verstorben sind. 

Das neue Betreuungsangebot soll dazu beitragen, dass auch ältere Menschen so lange wie möglich in der eigenen Wohnung leben können. "Dabei wollen wir keinesfalls in Konkurrenz zu Pflegediensten treten, sondern vielmehr deren Angebot ergänzen", versichert Doris Elfert, die Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung. Dem Projekt liegt dabei nachweislicher Bedarf an nachbarschaftlicher Hilfe zugrunde. Prognosen zufolge sollen nämlich im Jahr 2030 bereits rund 44 Prozent der Weimarer Einwohner zwischen 64 und 85 Jahren alt sein.

Bei Spaziergängen oder Spiele-Nachmittagen, bei Einkäufen oder Arztterminen sollen die Freiwilligen die Senioren unterstützen. Auch Vorlesen oder einfach nur Zuhören sollen die Seniorenbegleiter. Für die Besuche muss kein Stundenlohn gezahlt werden. Die Betreuer erhalten aber von der Bürgerstiftung ein kleines Dankeschön. "Das kann zum Beispiel eine Pauschale oder auch ein Fest für alle Helfer sein", überlegt Doris Elfert. 

Bei einem ersten Treffen können Senioren und "gute Nachbarn" sich in Ruhe kennen lernen. Stimmt die Chemie zwischen ihnen, gibt es eine schriftliche Vereinbarung. Diese ist nötig, um für die Ehrenamtlichen unter anderem den Versicherungsschutz über die Ehrenamtsagentur zu gewährleisten.

Bislang vermittelte die Ehrenamtsagentur Freiwillige hauptsächlich an soziale Organisationen. Mit der Nachbarschaftshilfe tritt sie nun auch an Privatpersonen heran. Ermöglicht wird das Pilotprojekt in Weimar West durch den Preis der Herbert-Quant-Stiftung im Ideenwettbewerb "Brücken bauen zwischen sozialen Milieus" und durch finanzielle Unterstützung der Wohnstätte sowie der Sparkassenstiftung Weimar-Weimarer Land. Sobald weitere Finanztöpfe gefunden sind, soll sie in einem dreijährigen Modell auf ganz Weimar ausgeweitet werden.

Für die Seniorenbegleitung sucht die Bürgerstiftung gute Zuhörer, die Geduld und Zeit mitbringen und die auch bereit sind, an den nötigen Fortbildungen teilzunehmen. Wer sich in der Betreuung engagieren will oder selbst etwas Hilfe oder Gesellschaft braucht, der kann sich unter (0174) 1428259 an Doris Elfert werden. 

Die Bürgerstiftung bietet am 13. Dezember ab 17 Uhr eine Informationsveranstaltung an.

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„Das wenige, das du tun kannst, ist viel.“

Albert Schweitzer, Visionär und Mediziner

Weimars gute Nachbarn
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